Abschlussarbeit: Crossmedia in Kooperation mit NABU Saarland

Im Rahmen der Veranstaltung Crossmedia ergab sich bereits im vergangenen Semester eine Zusammenarbeit zwischen Studenten und dem Naturschutzbund (kurz: NABU) Saarland. Tim Schido – ehemaliger Crossmedianer – plant im Zuge seiner Masterarbeit in Kooperation mit dem NABU Saarland am Standort Forsthaus Neuhaus ein Seminar zum Thema Klangakustik und deren Auswirkung auf die biologische Vielfalt.

Die Besonderheit an diesem Projekt beläuft sich auf die Zusammenführung verschiedenster Aspekte: Neben der biologischen Vielfalt, mit der sich der NABU umfangreich befasst, befindet sich gleichzeitig ein Nebenprojekt in Bearbeitung, welches sich mit dem Artenreichtum von Pflanzen und Tierarten beschäftigt. Dieses Projekt trägt den Titel „Wertvoller Wald“. Beispielhaft für Biodiversität sei laut Herrn Schido die Verwertung von Totholz durch den Specht. Dieser baue sich daraus nicht nur sein Nest, sondern hinterlasse es anschließend für andere Tier- bzw. Vogelarten.

Ein zweiter Aspekt seiner Arbeit beschäftigt sich mit der Klangakustik, die sich unter anderem mit Lärmquellen befasst. Als Beispiel sei die Problematik vom Rückgang des Artenreichtums von Vögeln zu nennen, die aufgrund von Lärm in Straßennähe oder wegen anderer Lärmquellen weniger Brutnester bauen. Dies gehe so weit, dass ganze Waldteile durch anthropogene Lärmquellen stark geschädigt würden. In solchen Fällen seien Aufnahmen von Naturgeräuschen kaum noch wahrnehmbar – vor allem dann nicht – wenn man sie mit Soundaufnahmen vergleiche, die vor den menschlichen Eingriffen stattfanden.

Weiterhin ist die Unterstützung eines Kommilitonen, Fabian Lehmann, Teil von Schidos Projekt. Herr Lehmann arbeitet ebenfalls in Zusammenarbeit mit dem NABU Saarland an einem interdisziplinären Projekt, bei dem Klangaufnahmen im Wald erstellt werden. Das Projekt wurde schließlich mit über 100 verschiedenen Klangaufnahmen erfolgreich abgeschlossen und dem NABU Saarland präsentiert. Mithilfe der aufgenommenen Klänge war es der Hochschule der Bildenden Künste (HBK) möglich, einen Klangpavillon ins Leben zu rufen, der im Rahmen des Sommerfests an der Scheune Neuhaus am 18. Juni eingeweiht werden soll (zum Sommerfest). Hierbei stehe „Sound ecology“ im Fokus und solle zunehmend dazu beitragen, Interesse und Begeisterung für das Thema zu wecken. Viel zu oft benutze der Mensch nur die Optik als primäres Sinnesorgan, dabei werde das eigene Gehör als Sinnesorgan vielmals vernachlässigt; es werde nur selten genau hingehört.

Am Ende erhofft sich Tim Schido, dass sein Projekt praktisch umgesetzt wird. Dies sei jedoch von Faktoren wie Budget und Realisierbarkeit abhängig, worüber jedoch der NABU zu entscheiden habe.

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