Sound Ecology-Forschung im Nationalpark Hunsrück-Hochwald – Augen zu, Lauscher auf!

In diesem Wintersemester beschäftigen sich die Studierenden der Lehrveranstaltung Crossmedia mit einer besonderen Aufgabe:
Die Geräuschkulisse des Hunsrück-Nationalparks soll an ausgewählten Punkten (aktuell: Hangmoor Ochsenbruch) erfasst werden. Die so gewonnenen Daten werden hinsichtlich Bio-Diversität (Bestandsaufnahme und Beobachtung möglicher Veränderungen) analysiert und weiter verarbeitet.

Zentrale Fragen hierbei sind zum Beispiel: Kann man die im Nationalpark heimischen Tierarten mit Hilfe geeigneter Aufnahmegeräte und einer Analyse-Software bestimmen? Ist es möglich, die Größe der Population einzelner Tierarten zu bestimmen? Ist es möglich, sowohl unterschiedliche Arten zu bestimmen, als auch einzelne Exemplare einer Tierart zu identifizieren („Spracherkennung“)?
Um der Klärung dieser und weiterer Fragen näher zu kommen, begaben sich am 25.10.2017 20 Studierende der „Crossmedia“-Veranstaltung in den Hunsrück -Nationalpark nach Börfink, Hangmoor Ochsenbruch. Ausgerüstet mit Mikrofonen, Aufnahmegeräten, Fotokamera und Videokamera begann die Gruppe ihre Exkursion zum „Field recording“ (Aufnahmen draußen vor Ort) entlang der „Ochsentour“.

Zusätzlich zu dem Einsatz technischer Hilfsmittel, war ein zentraler Punkt der Exkursion das Schärfen des Umweltbewusstseins der Teilnehmenden („awareness building“). „Seiner akustischen Umwelt bewusst zuhören“ – stellt sich schwieriger dar, als es sich eigentlich „anhört“, denn genau das macht man im Alltag eigentlich selten oder gar nicht.
Zukünftig sollen noch weitere Erfahrungen zum Thema „Sound Ecology“ und „Field Recording“ – aber auch, was „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ bedeuten könnte – gesammelt werden.

Ein Bericht von Patrick Lang und Lisa Lill.

 

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